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CESAR • Geschichte

 

Zur Gründung der CESAR 

Mit der Gründung der CESAR Central European Society for Anticancer Drug Research-EWIV wurde die europäische onkologische Forschungsszene um eine wissenschaftliche Interessensgemeinschaft und Kommunikationsplattform bereichert.

  

Der Hintergrund, der zur Gründung der Gesellschaft führte, ist ein vielschichtiger. Die EORTC ist als Verwirklichung der Idee einer europäischen Translations-Drehscheibe zwischen Forschung und ihrer Anwendung in Form von antitumoraler Therapie anzusehen. Bereits vor Gründung der EORTC im Jahre 1962 durch Henri Tagnon, dem ehemaligen Leiter des Institut Jules Bordet in Brüssel, d.h. vor beinahe 40 Jahren, gab es eine nationale onkologische Forschungsorganisation, die sich unter anderem dem Gebiet der Entwicklung neuer medikamentöser Therapien verschrieben hatte, nämlich die britische Cancer Research Campaign (CRC), deren Gründung in das Jahr 1923 zurückreicht. Global gesehen stand also eine nationale europäische Organisation am Anfang der europäischen onkologischen Entwicklung, und erst beinahe 40 Jahre später bildete sich eine internationale europäische onkologische Bewegung in Form der EORTC. In den allerletzten Jahren ist es zu einer Bewegung einer gewissen „Re-Regionalisierung“ in der europäischen Onkologie gekommen. Diese begründete sich mit dem Wunsch nationaler fördernder Institutionen bzw. Körperschaften, Spendengelder  (ausschließlich) lediglich  in nationale bzw. regionale Verbände fließen lassen zu wollen, bzw. ausschließlich dazu legitimiert zu sein, nicht jedoch in völlig transnationale. Schließlich spielt sich auch Forschung, speziell angewandte, offenbar nicht in einem abstrakten, überall verortbaren Niemandsland ab, sondern in einem gewissen sozio-kulturellen Kontext.

In diesem Sinne kam es 1997 zur Formierung der Southern Europe New Drug Organization (SENDO), die speziell im Raum Italien, Teilen der Schweiz, wie dem Tessin und Nordspanien, Agenden des New Drug Development übernahm. Somit stehen nun neben dem New Drug Development Programme (NDDP) der EORTC, das von dieser eigens für den Zweck des Early Drug Development am Data Center in Brüssel 1998 eingerichtet wurde, in Großbritannien die CRC und im Süden die SENDO als Partner für ein mittlerweile von der EORTC ins Leben gerufenes European Early Drug Development Network (EDDN) zur Verfügung. Mit diesem EDDN wollen die o.a. Organisationen eine vereinheitlichte Plattform für die Entwicklung neuer Substanzen in Europa schaffen, die der Interaktion mit der Industrie, den Behörden und auch nicht-europäischen Forschungsorganisationen dienen soll. P. Therasse, Direktor des Data Center der EORTC, lud speziell regionale bzw. transnationale Forschungsgruppierungen bzw. –gesellschaften, die sich demselben Inhalt widmen, im Rahmen seiner Präsentation während des EDDM 1999 in Wien ein, dem Early Drug Development Network (EDDN) beizutreten.

Unabhängig davon war gleichzeitig über einen längeren Zeitraum der intensive Wunsch deutscher Grundlagenwissenschafter und Onkologen nach einer transnationalen Zusammenarbeit jenseits der alten deutschen Strukturen entstanden.

Dies war der bereitete Boden, auf dem bzw. auf den im wesentlichen Personen, die in besonderer Weise der EORTC verbunden sind bzw. in diese eingebunden onkologisch aktiv sind, als Keim für die Kristallisation der CESAR wirkten.


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